Gottesdienst für die Gemeindemitglieder 60plus
Ein Sonntag der besonderen Art

Bad Oldesloe. Die Festhalle ist in diesem Jahr Treffpunkt für diejenigen im Bezirk Lübeck, die das sechzigste Lebensjahr vollendet haben. Früher als Seniorensonntag bekannt, zeigt schon der veränderte Titel, dass es nicht um gestriges geht, sondern für diese Altergruppe ein besonderer Blick in die Zukunft angeboten wird. 

 

Bischof Rainer Knobloch wählt für die Predigt das Wort aus Psalm 97, Verse 11 und 12: "Dem Gerechten muß das Licht immer wieder aufgehen und Freude den frommen Herzen. Ihr Gerechten, freuet euch des Herrn; und danket ihm und preiset seine Heiligkeit!" und beginnt mit dem Gedanken: Was kann Gott Größeres tun heute morgen, als uns zu segnen.

Dass Gott uns auch in den natürlichen Dingen zu Hilfe sein will und kann, ist eine Sache. Wesentlich ist aber, dass er aus unserem einzigen Leben ein im Glauben an ihn gesegnetes Leben machen will. Derjenige, der jeden Tag die Sonne, das Licht auf dieser Erde aufgehen läßt, ist unser himmlicher Vater. Das ist auch im Glauben so. Und wie die Vögel jeden Morgen den Sonnenaufgang mit ihrem Gezwitscher begrüßen, wieviel mehr dürfen wir Gott mit Danken und Loben begegnen.

Die knapp 170 anwesenden Gemeindemitglieder aus allen Kirchengemeinden im Bezirk Lübeck erfahren, dass sie Edle sind, denn der Glaube hat sie edel gemacht, so wie es in Jesaja 32, Vers 8 (Aber der Edle hat edle Gedanken und beharrt bei Edlem) geschrieben steht.

Für das Zusammenleben in der Gemeinde gibt der Bischof den Hinweis, die nachfolgenden Generationen so zu nehmen, wie sie sind. Die Art den Glauben zu leben und die Glaubensgrundlagen haben sich in der Zeit verändert und jede Generation erarbeitet sich ihren Glauben in ihrer Zeit.

 

Nach den Predigtzugaben von Bezirksältesten Roland Stodtmeister und Bezirksevangelist Wolfgang Prange leitet der Bischof zur Feier des Heiligen Abendmahls über. Zur Einstimmung singt der Bezirksseniorenbeauftragte, Bezirksevangelist in Ruhe Norbert Klier mit Orgelbegleitung das Lied "Come share the lord".

Nachdem der Gottesdienst beendet ist, steht dem Mittagessen nichts im Wege. Zeit für Gespräche und Austausch, aber auch einen kleinen Spaziergang leiten über in die beiden Vorträge am Nachmittag. Bevor die Aktivitäten von NAK Karitativ vorgestellt werden steht die Frage im Raum, warum Gemeinde eigentlich funktionieren kann, wo wir doch alle so unterschiedlich sind. Thomas Reddig aus Hamburg versteht es mit zahlreichen Beispielen und Annekdoten die verschiedenen Charaktere aufzuzeigen und in den Kontext kirchlichen Erlebens einzubauen. Jörg Leske gibt anschließend tiefe Einblicke in die Arbeit des neuapostolischen Hilfswerk NAK Karitativ, das mit viel Engagement das Ziel verfolgt, das Leben der Menschen in den Entwicklungsländerzu verbessern. 

Mit gemeinsamem Singen klingt der Nachmittag aus.