Der Tag an dem der Bürgermeister unserem Jugendchor Beifall klatschte – oder: „Wenn‘s mal wieder länger dauert….“

 Unter ungewöhnlichen Umständen fand am Sonntag, den 10.09. in Schlutup das Ökumene- und Altstadtfest aus Anlass des 500jährigen Reformationsjubiläums statt. Der Jugendchor unseres Bezirkes war herzlich eingeladen direkt nach dem Festgottesdienst der Evangelischen Pröpstin Callies einen schwungvollen Konzertbeitrag zu leisten. Strammer Zeitplan. So war das Gottesdienstende für 11:30 Uhr geplant und die offizielle Eröffnung durch die Pröbstin und dem Lübeck Bürgermeister Bernd Saxe um 12:00 Uhr auf einer der Bühnen in der Altstadt vorgesehen. Die Überleitung sollte dann unser Jugendchor zum Abschluß des Gottesdienstes in St. Andreas übernehmen.

Bereits am Freitagabend fand man sich zur Chor- und Stellprobe dazu in der Kirche aus dem Jahre 1425 ein.

Doch zurück zum Sonntag. Unser Jugendchor sang zum Gemeindegottesdienst unserer Kirche und wechselte absprachegemäß die Örtlichkeiten. Der Gottesdienst verlängerte sich (wer kennt es nicht auch aus unseren Gottesdiensten?) durch Amtseinsetzungen und eine besonders lange Abendmahlsfeier wegen übervoller Festgemeinde. Vertreter aller Gemeinden des Lübeck-Lauenburger Kirchenkreises waren anwesend. Das hatten die Planer nicht bedacht.

So kam es dazu, dass der Jugendchor schon mal auf die Eröffnungsbühne umgeleitet werden musste. Hier wartete bereits der Lübecker Bürgermeister mit etlichen ersten Zuschauern. Wegen weiterem Zeitverzug beim Evangelischen Gottesdienst wurde der Jugendchor gebeten, doch die Wartenden zu unterhalten. Gesagt, getan. Und  der „musikalische Stimmenfang“ fand bei der bei jedem Lied anwachsenden Zuhörerschaft eine tolle Resonanz und sehr viel Zuspruch. Alle empfanden das Vorgetragene als wohltuend und hochwertig. Und der Bürgermeister? Der wartete immer noch, hatte aber genau deshalb ausreichend Zeit sich mit dem Chor zu beschäftigen. Auch sein Herz wurde erreicht und er klatschte begeistert nach jedem Lied freudig Beifall.

In der dann über halbstündig verspäteten Eröffnungsrede entschuldigte sich die Pröpstin bei unseren jungen Sänger öffentlich und gab zu: „Ist schon blöd, wenn man schon in die Kirche will und nicht ‚rein kann‘“…

Die Sänger konnten sich dann bei Grillfleisch und –wurst am Grillstand unserer Schlutuper Gemeinde stärken.

 

Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden!